Die Speakery Präsentations Canvas

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The speakery presentations canvas - Plane, strukturiere und visualisiere deine nächste große Präsentation

Seit gut fünf Jahren helfe ich Menschen, ihre Präsentationen zu verbessern. Infolgedessen habe ich mir Hunderte, wenn nicht Tausende von Präsentationen, Pitches, Keynotes und Reden angehört.

In den letzten dreißig Jahren habe ich selbst Tausende von Präsentationen, Auftritten und Keynotes geschrieben, getextet, gepitched, geleitet und präsentiert.

Im Laufe der Jahre habe ich einen Prozess für das Schreiben von Präsentationen entwickelt. Ich habe ihn zwar nie offiziell niedergeschrieben, aber ich habe ihn trotzdem. Mir ist aufgefallen, dass viele Leute, die ein Speaker Training buchen, keine strukturierte Herangehensweise haben, um eine Präsentation von Grund auf zu erstellen, und dass ihre Leistung und ihr Selbstvertrauen darunter massiv leiden.

Manchen Menschen fällt die Vorbereitung, das Schreiben und die Produktion ihrer Präsentationen leicht. Andere hingegen brauchen Hilfe beim Einstieg oder sind überrascht, wie viel besser ihre Präsentationen sind, wenn ich sie für sie umstrukturiere. Dann gibt es Menschen, die etwas präsentieren sollen und einfach nicht wissen, wo sie anfangen sollen, die überfordert sind und bei denen das Lampenfieber und all die damit verbundenen Unsicherheiten einsetzen. Und dann gibt es noch diejenigen unter euch, die Schwierigkeiten haben, auf Englisch zu präsentieren.

Ich bin davon überzeugt, dass ich jedem dabei helfen kann, vor einem Publikum erfolgreich zu sein, solange die betreffende Person über die entsprechenden Werkzeuge, Prozesse und Rahmenbedingungen verfügt. Deshalb habe ich endlich meinen eigenen Prozess dokumentiert, den ich hier mit dir teilen möchte.

8 Schritte zu einem soliden Präsentationsframework

Wir alle kennen das Business Model Canvas von Strategyzer. Es ist hilfreich und großartig. Wir haben aber auch schon andere "Variationen" des BMC gesehen, die nicht so nützlich sind. Ich habe ein Format entwickelt, das auf meinen persönlichen Erfahrungen und meinem Prozess der Präsentationserstellung basiert und sich auf die Speaker-Trainings, Fragen, Bedenken und Schwächen von soliden Keynote-Speakern stützt, die unterdurchschnittliche Präsentationen erstellen.

Ich habe mein Bestes getan, um ein Werkzeug zu entwickeln, das tatsächlich funktioniert. Es basiert auf etwas, das ich tatsächlich täglich benutze. Ich habe damit Geld verdient, tolle Präsentationen erstellt, die Zehntausende von Menschen gesehen haben - und hat dazu beigetragen, Pitch-Präsentationen zu erstellen, die millionenschwere Aufträge eingebracht haben.

Es spart Zeit und hilft, jede Präsentation besser zu machen und ich nenne es The Speakery Presentation Canvas.

The Speakery Presentation Canvas - Step 1: The Synopsis

01 The Synopsis / der Elevator Pitch für deine Präsentation.

Stell dir vor, dass deine Präsentation ein Buch ist. Du hältst es in deinen Händen. Auf dem Einband steht der Titel. Jetzt drehst du es um und schaust dir die Rückseite an. Siehst du den Text? Das ist deine Synopse. Es ist der Text, den die meisten Leute lesen, bevor sie das Buch kaufen. Die Zusammenfassung hilft dir nicht nur dabei, deine Gedanken zu schärfen, sondern macht es auch einfacher, deinen Vortrag gegenüber Veranstaltern, Arbeitgebern oder Vorgesetzten zu verkaufen.

Die Synopse oder die Kurzfassung rahmt deine Präsentation ein. Sie gibt ihr einen Sinn. Die Zusammenfassung macht aus deiner Präsentation auch ein Produkt: "a Keynote in a box", etwas Verständliches und etwas, das die Leute kaufen können und wollen.

Dieser Teil des Prozesses bietet dir die Möglichkeit, eine erzählerische, Storytelling, Ebene einzuführen, bevor jemand deinen Vortrag überhaupt gesehen hat - du kannst deiner Präsentation einen Kontext geben. Die Kurzfassung soll das Interesse eines potenziellen Publikums oder Käufers wecken, deine Kreativität entfachen und dich zu mehr Ehrgeiz anspornen.

Die Synopse ist dein Elevator Pitch, und potenzielle Kunden, Kollegen und Teammitglieder bekommen einen Eindruck von deiner Präsentation und wissen, was sie erwarten können - und, was noch viel wichtiger ist, du auch!

The Speakery Presentation Canvas - Step 2: Struture of story

02 Die Struktur der Präsentation / Erzähle eine Geschichte in drei Akten.

Jede Geschichte hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, so auch deine Präsentation. Selbst wenn du Verkaufszahlen präsentierst: Akt 1: Das waren die Ziele, die wir uns gesetzt haben, Akt 2: Warum wir die Ziele erreicht bzw. nicht erreicht haben und Akt 3: Wie geht es weiter?

Der erste Akt umfasst in der Regel den Status quo (wir hatten Ziele, und wir dachten, dass es tolle Ziele waren.) oder die aktuelle Situation dessen, was du präsentieren wirst.

Im zweiten Akt wird das Chaos oder die Veränderung eingeführt (aus diesen Gründen haben wir unsere Ziele verfehlt). Das ist der Teil der Präsentation, in dem "etwas passiert ist" - ein Ereignis, eine Person, eine Entscheidung oder ein "Ding", das die Situation im ersten Akt verändert hat.

Im dritten Akt schließlich lösen wir das Chaos auf, finden Antworten und geben den Zuhörern das Rüstzeug, um mit den Informationen etwas anzufangen (was haben wir daraus gelernt und was müssen wir als Nächstes tun?).

Einfach, oder? Wenn du das verstanden hast, ist es an der Zeit, diesen Teil das Speakery Canvas auszufüllen.

Benenne jeden Akt deiner Präsentation.

Gib jedem Akt einen Titel. So kannst du festlegen, welcher Inhalt wohin gehört, und es verbessert den Flow deiner Geschichte.

Erster Akt

Der Inhalt des ersten Akts (Status quo) sollte normalerweise eine Mischung aus anekdotischen Geschichten, externen Geschichten, die dem Status quo deiner Geschichte einen Kontext geben, und Schlüsselfakten sein, die die allgemeine Theorie dessen, was das Publikum sehen wird, unterstützen. Dies ist der "in einem weit, weit entfernten Land" - oder der "die Ziele, die wir uns vor langer, langer Zeit gesetzt haben" Akt deiner Geschichte

Akt Zwei

Im zweiten Akt führen wir die entscheidende Veränderung (significant change) ein. Etwas ändert sich in der Geschichte, die du erzählst. Vielleicht sind die Verkaufszahlen gesunken, die Kryptowährungen sind im Keller gegangen, Gutenberg hat angefangen, Bibeln zu drucken, Jeff Bezos hat Amazon gegründet, oder wir haben uns entschieden, zum Mond zu fliegen. Im zweiten Akt wird den Zuhörern - wie bei jeder Geschichte, Präsentation oder Keynote - klar gemacht, dass diese bedeutende Veränderung, was auch immer es sein mag, für sie relevant ist und dass sie sie verstehen und annehmen müssen. Der zweite Akt ist oft dramatisch, manchmal unangenehm und kann sogar provokativ sein.

Dritter Akt

Während der zweite Akt das Publikum schockiert, provoziert oder verwirrt zurücklässt, besteht die Aufgabe im dritten Akt darin, die Scherben aufzusammeln. Im dritten Akt solltest du dem Publikum eine Reihe von Werkzeugen, Antworten oder Lösungen für die Probleme des zweiten Akts geben. Hier wird die Geschichte aufgelöst. Der dritte Akt bietet dem Publikum einen Abschluss. Die Akte eins und zwei sind die erzählerischen Teile deiner Präsentation, aber es sind die Werkzeuge, die du den Leuten im dritten Akt an die Hand gibst, mit denen sie sich an dich erinnern werden.

The Speakery Presentation Canvas - Step 3: Your Audience

03 Deine Zuschauer:innen

Wer ist das Zielpublikum deiner Präsentation? Vertriebsmitarbeiter? Junge Leute? Boomer? Gen X? Gen Z? Internes oder externes Publikum? Anfänger, Fortgeschrittene oder Experten? Wem willst du deine Geschichte präsentieren und warum sollte sie ihn interessieren? Und schreibe nicht einfach "jedem" - das ist faul und zählt nicht - du bist ein Profi, also reiß dich zusammen.

Du hast eine bestimmte Geschichte, die du erzählen willst, und es gibt ein bestimmtes Publikum, das davon profitieren soll. Du musst nicht versuchen, everybody's darling zu sein, also definiere die Zielgruppe, bevor du was schreibst, und wenn du das getan hast, schreibe deine Präsentation entsprechend - maßgeschneidert nur für dieses Publikum. Das funktioniert besonders gut, wenn du weißt, wer zu den Zuhörern gehört: eine kleine Gruppe von Investoren, ein potenzieller Kunde oder der Vorstand? Schreibe die Namen der Personen auf und überlege dir, was sie hören und sehen sollen.

The Speakery Presentation Canvas - Step 4: Audience Takeaways

04 Audience takeaways / Denkanstöße für das Publikum

Eine Liste der Punkte zu schreiben, die das Publikum aus deiner Präsentation mitnehmen wird, klingt trügerisch einfach, ist aber ebenso schwierig wie wichtig. Deshalb musst du sie aufschreiben und definieren, bevor du mit dem Schreiben deiner Präsentation beginnst. Du wirst feststellen, dass die meisten Erkenntnisse für das Publikum im dritten Akt deiner Präsentation zu finden sind.

Ich denke gerne in Form einer strukturierten To-Do-Liste (this is how I structure my To-Do-List):

Doing

Was soll dein Publikum mit den Informationen tun, die du ihm gibst? Willst du, dass sie ihr Verhalten ändern, ein Whitepaper herunterladen oder in dein Unternehmen investieren? Was willst du, dass sie tun und warum? What's the call to action?

Thinking

Welche Ideen willst du in ihren Köpfen wecken? Welche Beispiele, Fallstudien oder relevanten Geschichten sollen sie in Betracht ziehen? Wie willst du sie zum Nachdenken anregen?

Chasing

Wem sollen sie mit den Informationen, die du ihnen gerade gegeben hast, hinterherlaufen? Ihren Chef, Geschäftspartnern, Liebhabern, Freunden, Investoren? Welche Auswirkungen hat das, was du ihnen mitgeteilt hast?

Solving

Welche Probleme löst deine Präsentation oder deine Denkweise? Die Idee hinter The Speakery Canvas ist es, Probleme wie Schreibblockaden, mangelnde Strukturierung von Präsentationen, schlechtes Storytelling, Lampenfieber und mangelndes Selbstvertrauen zu lösen. Was löst deine Idee?

The Speakery Presentation Canvas - Step 5: External Stories

05 Externe Geschichten

Keine Geschichte ist eine Insel. Alles hat einen Kontext. Welche Geschichte du auch immer erzählen willst, egal wie nischig- oder branchenspezifisch sie ist, es wird immer eine ähnliche Geschichte an anderer Stelle zu finden sein. Wer hat noch Erfahrungen, die sich auf die Präsentation beziehen könnten? Welche fantastischen, relevanten und spannenden Geschichten kannst du in deine Präsentation einbauen?

Im ersten Akt meiner Keynote "The Shape Of Change" verwende ich Geschichten über Moa Zedong, Blockbuster und Kodak als Beispiele für schlechte Entscheidungen, die zu dem Zeitpunkt gut aussahen, sich aber als katastrophal herausstellten. Später wurde dies durch eine weitere externe Geschichte untermauert, das "Inhibitors & Barriers"-Konzeptmodell für Disruption von Marnix Assink.

Externe Geschichten sind wichtig, weil sie den Zuhörern zeigen, dass du über Dinge aus der realen Welt sprichst, die für sie, ihr Leben, ihren Job, ihre Karriere, und all ihre Hoffnungen und Wünsche relevant sind. Außerdem gibst du ihnen tolle Geschichten an die Hand, mit denen sie bei der nächsten Dinnerparty, in der Kneipe oder bei ihrem nächsten Tinder-Date angeben können.

The Speakery Presentation Canvas - Step 6: Internal Stories

06 Interne Geschichten. 

Persönliche oder interne Geschichten sind das, was dich für deine Präsentation qualifiziert. Jeder kann externe Geschichten recherchieren, kuratieren und erzählen. Wir alle haben schon Redner auf Konferenzen gesehen, deren Präsentationen nichts anderes als wiedergekäute LinkedIn-Posts von anderen Leuten waren. Aber der Kern deiner Präsentation muss aus etwas stammen, das du oder dein Unternehmen getan hat oder gerade tut. Das ist entscheidend. Interne Geschichten sind mehr als nur Anekdoten; sie sind Fakten. Nur jemand, der den Mount Everest bestiegen hat, kann aufrichtig und mit einem Höchstmaß an Autorität über diese Erfahrung sprechen. Nur jemand, der einen Prozess umgestaltet oder ein Produkt auf den Markt gebracht, Leute eingestellt, Millionen investiert, Konkurs angemeldet oder die Daten untersucht hat, kann mit Autorität über diese Dinge sprechen.

Du warst derjenige, der verloren hat? Warst du derjenige, der gewonnen hat? Dann bist du derjenige, der am besten darüber reden kann.

Interne Geschichten sind natürlich besonders wichtig, wenn du sie vor deinen Kollegen, Mitarbeitern oder Vorgesetzten präsentierst. Während die externen Geschichten in diesem Zusammenhang den Menschen in deiner Organisation helfen zu verstehen, dass sie nicht allein sind, werden die internen Geschichten die größte Wirkung haben, weil sie für sie am relevantesten sind.

The Speakery Presentation Canvas - Step 7: Big Questions

07 Die großen Fragen

Obwohl die Präsentation ein wichtiges Element "der Show" ist, ist sie - und das glaube ich wirklich - nichts weiter als ein Amuse Gueule für die Q&A. Die Präsentation ist eine Kostprobe, ein wunderbar erzählter Happen köstlicher Informationen, der zu einer interessanten, fruchtbaren und konstruktiven Q&A führen sollte. In all den Jahren, in denen ich Vorträge halte, präsentiere und Menschen bei ihren Keynotes helfe, habe ich festgestellt, dass ein geschicktes Einstreuen von Fragen in die Präsentation ein Garant für eine großartige Fragerunde ist. Deshalb ist es hilfreich, sich drei Fragen zu überlegen und sie in die Storyline des Vortrags einzubauen.

Am besten fängst du damit an, die Frage aufzuschreiben, vor der du dich am meisten fürchtest. So kannst du sicher sein, dass du sie irgendwo in der Präsentation beantworten wirst. Wenn du die Schwachstelle in deiner Präsentation vor allen anderen entdeckst und sie behebst, bevor jemand deine Präsentation gesehen hat, ist das doch besser, als wenn sie live auf der Bühne auffliegt, oder?

Wenn du die unangenehme Frage erst einmal aus dem Weg geräumt hast, kannst du dich auf die Fragen konzentrieren, die du von den Zuhörern bekommen möchtest, und weil du sie während der Präsentation vorbereitet hast - weil du sie in den Köpfen der Zuhörer verankert hast - wirst du sie perfekt beantworten können.

The Speakery Presentation Canvas - Step 8: The One Big Thing

08 The one big thing

Und schließlich möchte ich, dass du dir überlegst, was ich "The One Big Thing" nenne. Das ist der Sinn deiner Präsentation. Es ist mehr als nur der Titel, nein, das "One Big Thing" ist der Grund für die Präsentation und der Grund, warum sich jemand für sie interessieren sollte. Alle Storyelemente, Anekdoten, Zahlen und Fakten, Fragen, Antworten, Hilfsmittel, Bilder, Töne und Videoelemente sollten auf diese eine entscheidende Sache hinauslaufen.

  • Das kann eine Idee sein.
  • Es kann eine Aufforderung zum Handeln sein.
  • Es kann eine Beobachtung sein.

Was auch immer es ist, das "One Big Thing" ist die entscheidende Komponente, die das Publikum begeistert. Es ist die treibende Kraft der Präsentation. Ohne sie besteht die Präsentation nur aus Worten und schönen Bildern. Eine der besten Kritiken meiner schlechtesten Keynotes war diese: "17 minutes of saying poorly nothing". Sie hatten Recht; es waren 17 Minuten Reden ohne eine zentrale Idee, ohne einen Grund, sich dafür zu interessieren - es waren 17 Minuten ohne The One Big Thing.

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Das ist also die Speakery Presentation Canvas. Die Nutzung ist kostenlos*. Du kannst eine png-Datei hier herunterladen und sie als Hintergrundbild in deiner Lieblings Präsentationssoftware verwenden. Bitte lass mich wissen, wenn du Hilfe brauchst oder wenn ich dir bei der Gestaltung deiner Canvas helfen soll. Ich helfe dir gerne gegen Geld.

Ich hoffe, es hilft dir! Noch Fragen? Feedback? Lass es mich auf LinkedIn wissen!

*Die Nutzung des Speakery Canvas ist kostenlos, darf aber nicht ohne vorherige Zustimmung für Veröffentlichungszwecke vervielfältigt werden.

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The Speakery Method Keynote

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